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14.11.2017

Weltdiabetestag

Vom 13. bis 19. November ist die weltweite Woche der Hilfsdienste zur Bekämpfung von Diabetes. Diese liegt rund um den Welt-Diabetes-Tag am Dienstag, dem 14. November. Seit 1991 findet dieser jährlich statt, um auf die stetig wachsende Zahl Diabetes Mellitus Erkrankter aufmerksam zu machen.

Viele Patienten wissen beispielsweise nicht, dass eine der Folgeerkrankungen, die diabetische Retinopathie, für etwa 30% der Erblindungen in Europa verantwortlich ist. Das Ärzteteam des Augen-Zentrum-Nordwest mit Hauptsitz in Ahaus ist auf die Behandlung von Diabetes-Patienten spezialisiert und bietet Betroffenen qualifizierte Aufklärung und Therapie.

Was ist Diabetes?
Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Typische Symptome von Diabetes sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger und Juckreiz. Man unterscheidet zwei Formen von Diabetes mellitus: Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Darüber hinaus gibt es noch einige seltenere Diabetes-Sonderformen und den sogenannten Schwangerschaftsdiabetes.
Typ-1-Diabetes beginnt meist in der Jugend und führt zu ausgeprägten Beschwerden. Es werden bestimmte Zellen, die das Hormon Insulin bilden, in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Insulin ist notwendig, damit Zucker, der ins Blut gelangt, von Zellen aufgenommen und verarbeitet werden kann. Ist zu wenig Insulin vorhanden, verbleibt der Zucker im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt. Etwa fünf Prozent der Diabetiker sind Typ-1-Diabetiker.
Typ-2-Diabetes betrifft dagegen meist ältere Menschen, weswegen er häufig als Altersdiabetes bezeichnet wird. Zunehmend sind auch jüngere Personen und sogar Kinder betroffen. Beim Typ-2-Diabetes schüttet die Bauchspeicheldrüse zwar meist ausreichend Insulin aus. Die Zellen, die das Hormon aufnehmen sollten, reagieren jedoch zunehmend unempfindlicher auf das Insulin. Auch in diesem Fall steigt der Blutzuckerspiegel an. Eine Insulinresistenz kann die Folge einer dauerhaft überreichen Nahrungszufuhr sein, die zu häufig erhöhten Blutzuckerspiegeln führt.

Was sind die Folgen?
Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Blutgefäße, sodass Folgeerkrankungen auftreten können. Zu solchen Spätschäden der Zuckerkrankheit gehören Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine und Füße, Störungen der Nierenfunktion und Erektionsstörungen. Eine weitere Folgeerkrankung ist die Schädigung der Netzhaut. Werden die Gefäße über einen längeren Zeitraum hinweg dauerhaft geschädigt, kann die Durchblutung der Netzhaut gestört sein. Man spricht auch von einer sogenannten diabetischen Retinopathie. Man kann dieser Folgeerkrankung jedoch vorbeugen, indem man auf seine Blutzuckerwerte achtet.
Durch die Gefäßveränderungen verändert sich der Augenhintergrund und es bilden sich Narben, die zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen können. Etwa 90% der Typ-1-Diabetiker und 25% der Typ-2-Diabetiker erkranken nach 15 Jahren zumindest an einer milden Form der diabetischen Retinopathie.

In den elf Augenpraxen des Augen-Zentrum-Nordwest können betroffene Patienten sich fachkundig untersuchen und behandeln lassen. Die Fachärzte im Münsterland und Emsland bieten auf diesem Gebiet qualifizierte Aufklärung und arbeiten eng mit Hilfsorganisationen wie Pro Retina Deutschland e.V. sowie der Klinik für Diabetologie des Klinikum Westmünsterland unter der Leitung von Dr. Joachim Kersken zusammen.