Aktuelles

23.07.2019

Augenvorsorge für Kinder aus Tschernobyl

Vor 33 Jahren ereignete sich in Tschernobyl ein verheerendes Reaktorunglück unter dessen Folgen die Menschen dort noch immer leiden. Krebs-, Herz- und Bluterkrankungen sind auch bei den jüngeren Generationen keine Seltenheit. Ebenso Leukämie und eine allgemeine Immunschwäche. Um vor allem Kindern die Möglichkeit zu geben, sich von diesen Beschwerden zu erholen, kommen jährlich Kinder aus der betroffenen Region ins Münsterland und Emsland. Hier bei uns werden durch die gesunde Umgebung, vitaminreiche Kost und Bewegung an der frischen Luft die Abwehrkräfte der jungen Besucher gestärkt.

Zu den vierwöchigen Besuchen gehört für die Menschen aus Weißrussland neben Besuchen im Schwimmbad und auf den hiesigen Spielplätzen auch eine Reihe Besuche bei Ärzten.

Die Augenärzte des Augen-Zentrum-Nordwest Dr. H. Cordesmeyer (Augenpraxis Dülmen) und M. Diedenhofen (Augenpraxis Nordhorn) untersuchten die Besucherkinder auf mögliche Sehschwächen. Dies erfolgt bereits zu Beginn des Erholungsurlaubs, so dass gegebenenfalls Zeit bleibt um eine Brille zu bestellen. „Die verantwortlichen Organisationen sind auf die Hilfsbereitschaft der Menschen in unseren Regionen angewiesen. Und zu diesem menschlichen Miteinander gehört für uns in unserem Fachgebiet Hilfe zu leisten, wo sie benötigt wird.“ resümiert Marco Diedenhofen, Facharzt für Augenheilkunde in der Augenpraxis Nordhorn. Sein Kollege Dr. Hubert Cordesmeyer ergänzt „Bereits seit vielen, vielen Jahren bekomme ich jedes Jahr Besuch von den Kindern aus Tschernobyl und es ist für mich selbstverständlich, sie während des Erholungsurlaubs augenärztlich zu untersuchen und mit den nötigen Hilfsmitteln zu versorgen.“