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Glossar

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  • D
  • Deutsche Ophthalmochirurgen (DOC)

    DOC ist die Abkürzung für den Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen, der jährlich stattfindet. Die Messe DOC in Nürnberg ist ein internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen. Zahlreiche Aussteller präsentieren auf der DOC Messe Nürnberg Praxiseinrichtungen, OP-Instrumente, OP-Einrichtung, Laserdiagnostik und -chirurgie, Verbrauchsgüter, Medikamente und EDV-Lösungen. Die Fachvorträge des DOC Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen Nürnberg behandeln aktuelle Themen der Ophthalmochirurgie.

  • Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)

    Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) ist eine medizinisch wissenschaftliche Gesellschaft. Gegründet wurde sie im Jahr 1857 in Heidelberg. Sie ist damit die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt. Die DOG hat sich zum Ziel gesetzt, die ophthalmologische Wissenschaft und Forschung zu fördern. Die DOG ist die medizinischwissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 5.700 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, untersuchen und behandeln.
    Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt.

  • DGII

    Die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation und refraktive Chirurgie (DGII) wurde im Jahr 1986 als europäische, deutschsprachige Gesellschaft von Katarakt- und refraktiven Chirurgen gegründet. Die Gesellschaft fördert als gemeinnütziger Verein die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der intraokularen Implantation von Linsen sowie der Katarakt- und refraktiven Chirurgie des Auges durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen und durch Anregungen wissenschaftlicher Arbeiten.  
    Die DGII hat auch zum Ziel, über die Doppelmitgliedschaft in der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS), internationale Kontakte zu vertiefen. Dank des Engagements der Europäer gelang es ab 1996, gleichberechtigt mit den US-Amerikanern, die auflagenstärkste ophthalmochirurgische wissenschaftliche Zeitschrift, das Journal of Cataract and Refractive Surgery (Impact Factor 2.285 im Jahr 2008), herauszugeben

  • Diabetes

    Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Die umgangssprachliche Bezeichnung Zuckerkrankheit ist historisch begründet. Sie geht darauf zurück, dass unbehandelte Diabetiker mit ihrem Urin Zucker ausscheiden und dieser dadurch süßlich schmeckt. Typische Symptome von Diabetes sind starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger und Juckreiz. Die Betroffenen fühlen sich abgeschlagen und sind anfälliger für Infekte. Wer ein paar Dinge beachtet und seinen Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert, kann trotz Zuckerkrankheit ein beschwerdefreies Leben führen und Folgeschäden vermeiden.  
    Man unterscheidet zwei Formen von Diabetes mellitus: Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Darüber hinaus gibt es noch einige seltenere Diabetes-Sonderformen und den sogenannten Schwangerschaftsdiabetes.
    Typ-1-Diabetes beginnt meist in der Jugend und führt zu ausgeprägten Beschwerden. Es werden bestimmte Zellen, die das Hormon Insulin bilden, in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Insulin ist notwendig, damit Zucker, der ins Blut gelangt, von Zellen aufgenommen und verarbeitet werden kann. Ist zu wenig Insulin vorhanden, verbleibt der Zucker im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt. Etwa fünf Prozent der Diabetiker sind Typ-1-Diabetiker. Es liegt ein absoluter Insulinmangel vor da Insulin jedoch lebensnotwendig ist, muss es lebenslang gespritzt werden.  
    Typ-2-Diabetes betrifft dagegen meist ältere Menschen, weswegen er häufig als Altersdiabetes bezeichnet wird. Zunehmend sind auch jüngere Personen und sogar Kinder betroffen. Beim Typ-2-Diabetes schüttet die Bauchspeicheldrüse zwar meist ausreichend Insulin aus. Die Zellen, die das Hormon aufnehmen sollten, reagieren jedoch zunehmend unempfindlicher auf das Insulin. Auch in diesem Fall steigt der Blutzuckerspiegel an. Eine Insulinresistenz kann die Folge einer dauerhaft überreichen Nahrungszufuhr sein, die zu häufig erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Es entwickelt sich ein sogenannter relativer Insulinmangel: Es ist zwar Insulin vorhanden, die Zellen reagieren jedoch nicht ausreichend darauf. Häufig liegt dem Diabetes mellitus Typ 2 eine ungesunde Ernährungsweise zu Grunde – und damit verbunden auch Übergewicht oder Fettleibigkeit. Diabetes mellitus Typ 2 kann lange Zeit ohne Symptome verlaufen und erst durch Spätschäden (s. u.) auf sich aufmerksam machen. Wird der Typ-2-Diabetesrechtzeitig erkannt, kann man den gestörten Glukosestoffwechsel in vielen Fällen noch ohne Medikamente normalisieren. Eine Umstellung der Lebensgewohnheiten ist wichtig

    • Abbau von Übergewicht
    • Viel körperliche Bewegung
    • Ausgewogene, kohlenhydratreduzierte Ernährung


    Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegelschädigt die Blutgefäße, sodass Folgeerkrankungen auftreten können. Zu solchen Spätschäden der Zuckerkrankheit gehören Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine und Füße, Störungen der Nierenfunktion und Erektionsstörungen. Durch geschädigte Nerven kann es zu Taubheitsgefühlen und Gefühlsstörungen kommen. Eine weitere Folgeerkrankung ist die Schädigung der Netzhaut. Werden die Gefäße über einen längeren Zeitraum hinweg dauerhaft geschädigt, kann die Durchblutung der Netzhaut gestört sein. Man spricht auch von einer sogenannten diabetischen Retinopathie. Auch dieser Folgeerkrankung kann man vorbeugen, wenn man auf seine Blutzuckerwerte achtet. Durch die Gefäßveränderungen verändert sich der Augenhintergrund und es bilden sich Narben, die zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen können. 30 Prozent der Erblindungen in Europa gehen auf eine diabetische Retinopathie zurück. Etwa 90 Prozent der Typ-1-Diabetiker und 25 Prozent der Typ-2-Diabetiker erkranken nach 15 Jahren zumindest an einer milden Form der diabetischen Retinopathie. Das Ärzteteam der Augenärzte Gemeinschaftspraxis Ahaus bietet dafür spezielle Diabetes-Sprechstunden an. Wenn Sie möchten, können Sie telefonisch einen Termin mit der Augenpraxis in Ahaus, Gronau oder Lingen vereinbaren.

  • Diabetische Retinopathie

    Die Diabetische Retinopathie ist eine Erkrankung der Netzhaut des Auges, die als Folgeschaden oder Begleiterscheinung von Diabetes auftritt. Diabetiker leiden in der Regel unter Durchblutungsstörungen, die auf Dauer die Blutgefäße verändern und sogar zerstören können. Diese Veränderung der Blutgefäße in der Netzhaut beeinträchtigen die Sehschärfe und -fähigkeit, sie schränkt das Gesichtsfeld ein und im schlimmsten Fall kann es zur Erblindung führen. Die Ursachen für diese Erkrankung sind stark erhöhte Blutzuckerwerte sowie zu hoher Blutdruck und/ oder zu hohe Blutcholesterinwerte. Es wird zwischen einer leichten und einer schweren Form von diabetischer Retinopathie unterschieden.
    Bei der leichteren Art, der so genannten nicht-proliferativen Retinopathie, wird die innerste Schicht der kleinen Blutgefäße in der Netzhaut beschädigt und verändert, so dass es zu Durchblutungsstörungen und zu Gefäßausbuchtungen kommen kann, die Gefäße platzen und die Folge sind Blutungen in der Netzhaut. Flüssigkeit, Eiweiße und Fette gelangen auf diese Weise in die Netzhaut und lagern sich dort ab. Eine erhebliche Beeinträchtigung der Sehschärfe ist die Folge.
    Das nächste Stadium dieser Erkrankung ist dann die sogenannte proliferative Retinopathie. Zwar entstehen neue Blutgefäße, die bis ins Innerste des Auges, dem Glaskörper, hineinwachsen können, aber die Gefäßwände dieser Blutgefäße sind äußerst dünn und brüchig. Das birgt die Gefahr, dass bei plötzlichem Bluthochdruck die Blutgefäße platzen und somit Blut in den Glaskörper des Auges dringt. Das Sehvermögen verschlechtert sich und die Sehschärfe nimmt stark ab. Eine noch schlimmere Folge ist eine Netzhautablösung, in Folge der Vernarbung der Gefäße im Glaskörper. Erblindung und schlimmstenfalls der Verlust des Auges wären die Folgen.
    Die diabetische Makulopathie ist eine weitere und die schlimmste Variante der diabetischen Retinopathie. Bei dieser Form ist vor allem die Netzhautmitte, dem Ort des schärfsten Sehens, betroffen. Im Falle einer Erkrankung können Sehzellen zerstört werden, was bei nicht sofortiger Behandlung zur Erblindung führt.
    Nicht selten merkt der Betreffende nichts von der diabetischen Retinopathie. Der Krankheitsverlauf ist schleichend und schmerzlos. Erst im fortgeschrittenen Stadium suchen die Betroffenen einen Arzt auf. Doch wenn diese Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt wird, kann auch dieser zur Erhaltung des Augenlichts nicht mehr viel tun. Deswegen ist eine regelmäßige Kontrolluntersuchung, gerade bei Diabetikern, unbedingt ratsam. Das Ärzteteam der Augenärzte Gemeinschaftspraxis Ahaus bietet dafür spezielle Diabetes-Sprechstunden an. Wenn Sie möchten, können Sie telefonisch einen Termin mit der Augenpraxis in Ahaus, Gronau oder Lingen vereinbaren. 
    Eine Heilung der diabetischen Netzhaut-Erkrankung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dennoch lässt sich oftmals durch verschiedene Behandlungsmaßnahmen eine Besserung der Gefäßschäden oder doch zumindest ein Stillstand der Erkrankung erreichen. Der Patient selbst kann entscheidend zu einem günstigen Verlauf seiner Erkrankung beitragen: durch ständige Körpergewichtskontrolle, Verzicht auf Nikotin- und übermäßigen Alkoholgenuß und Einhalten der Diät-Empfehlungen. Die exakte Einstellung der Blutzuckerwerte ist eine Grundvoraussetzung zum Schutz gegen die Folgen der diabetischen Retinopathie. 
    Wenn Netzhautveränderungen und eine Verschlechterung des Augenhintergrund-Befundes bereits vom Augenarzt festgestellt worden sind,  kann mit einer Laser-Behandlung in vielen Fällen das Fortschreiten der Auswirkung auf die Sehleistung verlangsamt oder gar zum Stillstand gebracht werden. Bei der Laser-Therapie — auch Laser-Koagulation oder Photo-Koagulation genannt — werden gezielte Lichtstrahlen auf die geschädigte Netzhaut gerichtet, die krankhafte Blutgefäß-Wucherung zerstören. So wird unter anderem auch die Bildung weiterer Gefäßveränderungen unterdrückt. Diese Behandlungen sind nahezu schmerzlos und müssen je nach Stadium der Erkrankung wiederholt werden. Ob diese Therapie stationär oder ambulant erfolgt, entscheidet das Ärzteteam der Augenpraxis Ahaus von Fall zu Fall.

  • Diagnosis Related Groups (DRG)

    DRG ist die Abkürzung für Diagnosis Related Groups und bedeutet eine Zuweisung einer bestimmten Vergütung pauschal je nach Schweregrad des Behandlungsfalls. Das neuen Finanzierungssystem wurde im Jahr 2003 in den deutschen Krankenhäusern eingeführt und soll langsam die herkömmlichen Fallpauschalen und Sonderentgelte ablösen - noch wird die Abrechnung parallel in alter Weise (über Budgets, Fallpauschalen und Sonderentgelte ) und zusätzlich durch DRGs durchgeführt. In Zukunft soll dann nur noch nach DRG-Richtlinien abgerechnet werden. Dadurch können dann deutsche Kliniken in Hinsicht der Kostenrentabilität verglichen werden.
    Im DRG-System werden Patienten anhand medizinischer (Diagnosen, durchgeführte Behandlungen) und demographischer Daten (Alter, Geschlecht sowie das Aufnahmegewicht bei Kindern, die jünger als ein Jahr sind) für Zwecke der Abrechnung in Fallgruppen klassifiziert. Die Fallgruppen beschreiben den in der Vorperiode ermittelten typischen Aufwand (Behandlungskosten). Diese Fallgruppen werden mit einer sogenannten Bewertungsrelation bewertet, in der sich die unterschiedlichen Behandlungskosten der jeweiligen Fallgruppe widerspiegeln.
    Momentan lassen sich durch die DRG-Einführung folgende neue Entwicklungen aufzeigen:

    • Die Liegezeit der Patienten nimmt ab, da eine längere Behandlungsdauer keine zusätzlichen Einnahmen mehr bringt und somit für die Klinikbetreiber unrentabel ist. 
    • Die Behandlung rückt ab vom bisherigen Prinzip der Maximalversorgung. Der Trend geht hin zu einem überlegten Einsatz der individuell sinnvollen Diagnose- und Therapieparameter.


    Der hauptsächliche Nutzen der DRG wird heute in einer damit verbundenen wirtschaftlicheren Handlungsweise gesehen. Man erwartet eine gesteigerte Transparenz und eine dadurch verbesserte Vergleichbarkeit der Betriebe, was letztlich den Wettbewerb unter den Leistungserbringern fördert. Konsequenz ist eine Verkürzung der Verweildauer in der Klinik und ein dadurch möglicher Bettenabbau mit folgender Kostenreduktion.

  • Dioptrie

    Die Maßzahl Dioptrie gibt die Brechkraft der Augen, der Linse und auch der Hornhaut an. Sie ist ein sehr wichtiges Maß für die Sehkraft eines Auges. Dabei wird ermittelt, in welchem Maß das Auge in der Lage ist, eintreffendes Licht so zu brechen, dass es sich auf einem Punkt bündelt und als scharfes Bild wahrgenommen wird. Das Auge hat eine Brechkraft von 65 Dioptrien, die Hornhaut von 43 Dioptrien und die Linse von ungefähr 19 Dioptrien.
    In Dioptrien werden verschiedene Sehfehler wie Weitsichtigkeit und Kurzsichtigkeit angegeben. Dabei geht im Regelfall um die Abweichung der Brechkraft von einem normalsichtigen Auge. Für kurzsichtige Menschen werden dabei negative Dioptrien-Abweichungen und für weitsichtige positive Dioptrien-Abweichungen angegeben. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Weitsichtigkeit einen weiter hinten gelegenen Brechpunkt verursacht, wohingegen kurzsichtige Patienten den Brechpunkt weit vor dem optimalen Punkt aufweisen.