Glossar

Glossar

  • C
  • Chalazion - Hagelkorn

    Chalazion, auch Hagelkorn genannt, ist eine von einer Meibom-Drüse ausgehende Entzündung, deren Ursache meist eine Verstopfung des Drüsenausführungsganges ist. Ein Hagelkorn entsteht, wenn die Drüsengänge von Talgdrüsen im Lid verstopft sind und sich anschließend ein Sekretstau bildet. Es entwickelt sich ein Knoten und das umliegende Gewebe bildet eine chronische Entzündung. Der Knoten bildet sich meist von alleine zurück, dies kann jedoch mehrere Wochen dauern. Hagelkörner gelten als ungefährlich und treten eher bei Erwachsenen auf. In seltenen Fällen kann ein Hagelkorn aber die Sehfähigkeit beeinträchtigen oder zu einer Bindehautentzündung führen.
    Hagelkörner können sowohl in den Meibom-Drüsen wie auch in den Zeis-Drüsen der Augenlider entstehen. Die Meibom-Drüsen produzieren den Fettanteil (Talg) der Tränenflüssigkeit und sorgen so dafür, dass der Tränenfilm länger auf der Augenoberfläche verweilen kann. Die Zeis-Drüsen bilden den Talg im Bereich der Haarfollikel. 
    Die Symptome eines Hagelkornes ähneln denen eines Gerstenkorns, deshalb sollte ein Augenarzt des Ärzteteams der Augenärzte Gemeinschaftspraxis Ahaus aufgesucht werden, der die passende Behandlung auswählt.

  • Clear Lens Extraction

    Mit dem englischen Begriff Clear Lens Extraction (CLE) wird die operative Entnahme einer klaren Linse bezeichnet. Das Verfahren wird auch Refraktiver Linsenaustausch genannt. Die operative Entnahme der natürlichen Linse wird zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten durchgeführt. Nach der Entnahme wird eine Kunstlinse mit veränderten Werten eingesetzt. Die Maßnahmen entsprechen im Prinzip einer Operation des Grauen Stars, mit dem Unterschied, dass keine Trübung der Linse vorliegt.

  • Corpus vitreum

    Der Glaskörper, oder auch Corpus vitreum genannt, nimmt fast Zweidrittel des Raums im inneren des Auges ein. Begrenzt wird er durch die Netzhaut, die Linse und den Ziliarkörper. Fest miteinander verbunden ist diese Strukturen durch eine Membran (Membrana hyaloidea). Sie liegen nicht lose auf, denn dort, wo Linse und Glaskörper zusammenstoßen, befindet sich ein kleine Mulde, die Fossa patellaris genannt wird.
    Eine gelleeartige Masse, die aus einem Netz aus Kollagenfasern besteht, setzt den Glaskörper zusammen. Diese Kollagenfaser werden voneinander getrennt durch Zusammenballungen von Hyaluronsäuremolekülen und gleichzeitig sorgt die Hyaluronsäure aber auch dafür, dass die Kollagenfasern zusammenbleiben. Sie ist der Kleber, der die Fasern trennt und aneinander bindet. In Verbindung mit den Kollagenfasern wirkt die Hyaluronsäure wie ein Schwamm. Denn der Glaskörper besteht zu 98 Prozent aus Wasser. Im normalen Alterungsprozess kann es im Glaskörper zu Stoffwechseleinlagerungen kommen. Dabei schrumpfen die Kollagenfasern, die Verbindung zwischen Kollagenfasern und Hyaluronsäuremolekülen lockert sich und es kann zu Wasseransammlungen kommen. Es kann, als Folge des Alterungsprozesses oder Verletzungen, zu Glaskörperabhebungen kommen. Das führt häufig zu großflächigen Verflüssigungen der Glaskörpersubstanz. Je nach Ausprägung kann der Betroffene dann im Zentrum seines Gesichtsfeldes ringförmige oder schlangenförmige Linien beobachten.
    Schrumpft die Membran, die Glaskörper und Netzhaut miteinander verbindet, kann es zu einem Netzhautriss kommen. Das kann zu einer großflächigen Verflüssigung des Glaskörpers und zu einer Netzhautablösung führen. Für das Schrumpfen der Membran sind die normalen Alterungsprozesse, aber auch Stoffwechselstörungen, z. B. Diabetes, verantwortlich. Die alleinige Erkrankungen des Glaskörpers sind sehr selten. Weil aber der Glaskörper direkt mit den benachbarten Geweben verbunden ist, ist er häufig bei deren Erkrankungen mit betroffen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass bei vielen Augenerkrankungen der Glaskörper mit untersucht wird. Das gilt ganz besonders für Netzhauterkrankungen. Die meisten Netzhauterkrankungenführen zu Veränderungen des Glaskörpers.