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Das Einsetzen der Kunstlinse

Die Stärke der Kunstlinse wird vorher für jedes Auge individuell berechnet, so dass eine eventuell bestehende Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit mit ausgeglichen werden kann. Am Ende der Operation schließt sich der kleine Tunnelschnitt in den allermeisten Fällen von allein und bedarf keiner Naht. Wenn das Auge keine weiteren Erkrankungen aufweist, kann man normalerweise schon nach wenigen Tagen besser sehen.

Im Rahmen der Voruntersuchung an unseren Praxis-Standorten informieren wir Sie gern über die verschiedenen Linsensysteme (Intraokularlinsen), die bei der Operation in das Auge eingesetzt werden können. So gibt es heutzutage Sonderlinsen, mit denen eine höhere Hornhautverkrümmung  (=>torische Linsen) oder eine Altersweitsichtigkeit (=>Multifokallinsen) zusätzlich zu einer bestehenden Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden können. Als Standardlinse wird eine Einstärkenlinse eingesetzt.

  • Asphärische, monofokale Linse – für besseres Kontrastsehen

    Durch die spezielle Oberfläche werden Fehler im Auge ausgeglichen, was für besseres Kontrast- und Dämmerungssehen sorgt. Spiegelungen um Lichterquellen, sogenannte Halos, werden durch asphärische Linsen minimiert bzw. eliminiert. Die Linse wird daher auch „entspiegelte Linse“ genannt.

    Die asphärische Linse kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn man noch sehr aktiv ist und / oder regelmäßig Auto fährt. Das Tragen einer Brille, insbesondere für die Nähe, ist dennoch meist erforderlich.

  • Torische Linse – Ausgleich der Hornhautverkrümmung

    Diese Linsen gleichen eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) aus. Sie sind zudem immer asphärisch, d.h. auf sie trifft das Vorgenannte zu den asphärischen Linsen zu, nur dass sie darüberhinaus noch den Sehfehler „Hornhautverkrümmung“ ausgleichen.

  • Multifokallinse – mit Nah-Fern-Funktion

    Scharf sehen in Nähe und Ferne ohne Brille! Bis zu 90 Prozent der beidseitig operierten Patienten können auf die Brille verzichten.

 

Das Versorgungstrukturgesetz eröffnet seit dem 1.1.2012 erstmals dem Patienten die Möglichkeit, sich für eine Sonderlinse entscheiden zu dürfen. Die Mehrkosten gegenüber der Standard-Einstärkenlinse  für Behandlung (Voruntersuchung und Operation) und Sonderlinse sind selber zu tragen.