FAQs

Häufig gestellte Fragen

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Häufig gestellte Fragen zur operativen Sehfehlerkorrektur

Ist Ihnen ein Begriff unbekannt?
Sie können ihn gern in unserem Glossar nachschlagen.

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Was Sie vor der Operation wissen sollten

… zur Behandlung, eventuellen Risiken und Eignungen
Woher weiß ich, welches Verfahren für mich in Frage kommt?
Für über 90% aller Fehlsichtigkeiten ist die LASIK-Operation das am besten geeignete Verfahren. Eine Übersicht zeigt Ihnen darüber hinaus die Indikationsbereiche der verschiedenen refraktiv-chirurgischen Operationen. Diese Werte bieten Anhaltspunkte, das für Sie am besten geeignete Verfahren kann erst nach einer ausführlichen Voruntersuchung im Gespräch mit Ihrem Operateur ermittelt werden: Anhand der Untersuchungsergebnisse sprechen Sie mit dem Augenspezialisten über Ihre individuellen Wünsche und die möglichen Behandlungsmethoden zur Korrektur.

Was ist vor der Behandlung zu beachten?
Kontaktlinsenträger müssen eine bei weichen Kontaktlinsen bzw. zwei Wochen bei harten Kontaktlinsen vor der entscheidenden Voruntersuchung und ebenso vor der Operation auf das Tragen der Kontaktlinsen konsequent verzichten. Nur so ist eine exakte Ausmessung der Hornhaut möglich. Dies ist von ganz entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Eingriffes: Falsche präoperative Messergebnisse führen zu einer falschen Bemessung der Behandlung! Am Tag der Voruntersuchung und am Tag der Operation darf kein Augen-Make up getragen werden.

Kann ich beide Augen gleichzeitig operieren lassen?
Dies hängt von der eingesetzten Methode ab. In der Regel operieren wir bei LASIK-Patienten beide Augen unmittelbar nacheinander am gleichen Tag – natürlich mit 2 sterilen OP-Sets (= simultane oder bilaterale Operation). Auf Ihren besonderen Wunsch operieren wir auch beide Augen an zwei aufeinander folgenden Tagen.
Bei anderen Verfahren, wie z.B. Linsenoperationen, müssen Sie in der Regel eine Woche warten, bevor das zweite Auge operiert werden kann.
Während der Wartezeit müssen Sie den Unterschied zwischen dem bereits operierten und dem noch fehlsichtigen Auge ausgleichen. Sie sollten diesen Punkt in jedem Fall mit Ihrem Arzt besprechen. Zum Teil kann in der Zwischenzeit ein beschwerlicher Zustand herrschen: Kontaktlinsenträger überbrücken diese Zeit ohne nennenswerte Probleme dadurch, dass sie auf dem noch nicht operierten Auge ihre Kontaktlinse weitertragen. Beachtet werden muß aber, dass die Kontaktlinse wiederum 2-3 Wochen vor der Operation konsequent nicht getragen werden darf.
Brillenträger müssen diese Zeit dadurch überbrücken, dass sie entweder das noch nicht operierte Auge unkorrigiert lassen oder die alte Brille weitertragen, die aber dann auf dem schon operierten Auge ein unscharfes Bild erzeugt. Für diese Fälle gibt es kein Patentrezept – man wird diese Zeit je nach Situation behelfsmäßig überbrücken müssen. Je nachdem, wie problematisch dies für den einzelnen Patienten ist, wird man im Einzelfall über die Vorgehensweise entscheiden und auch den Operationszeitpunkt des zweiten Auges bestimmen.

Wie lange hält das Behandlungsergebnis an? Gibt es Langzeituntersuchungen?
Seit vielen Jahren suchen operierende Augenärzte nach Möglichkeiten, Sehfehler operativ zu korrigieren; nachweislich bleibenden Erfolg zeigen die Verfahren seit Ende der 80er Jahre. Seit diesem Zeitpunkt gibt es auch kontrollierte Studien. Die LASIK-Methode wird seit 1991 durchgeführt, ist heute wissenschaftlich anerkannt und in der Augenheilkunde etabliert. Man geht davon aus, dass das wenige Monate nach der Operation erreichte Ergebnis stabil bleibt.

Ist eine Nachbehandlung bei unzureichendem Erstergebnis möglich?
Wenn die Fehlsichtigkeit im ersten „Anlauf“ nicht vollständig beseitigt worden ist oder wenn der Effekt nach einiger Zeit wieder nachlassen sollte (Regression), ist es grundsätzlich möglich, mit dem Laser nachzubehandeln bzw. eine zusätzlich implantierte Linse auszutauschen. Diese Nachbehandelbarkeit ist aber nur innerhalb bestimmter Grenzen möglich. Diese Grenzen werden bei dem Vorschlag für das bestgeeignete Behandlungsverfahren im Einzelfall berücksichtigt. In einigen Fällen, z.B. bei einer begleitenden hohen Hornhautverkrümmung, wird von vornherein die Kombination zweier unterschiedlicher Verfahren (Bioptics = Linsenoperation + Augenlaseroperation) geplant.

Mit welchen Risiken muss ich rechnen?
Bei den heute angewandten Verfahren der Refraktiven Chirurgie ist das Risiko ernsthafter Komplikationen allgemein als äußerst gering einzuschätzen, jedoch nie ganz auszuschließen. Das Risiko nach der Operation schlechter zu sehen als vorher ist sehr gering, das Risiko zu erblinden, ist extrem selten. Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist ein Restrisiko aber nie ganz auszuschließen. Zur Veranschaulichung: Bei LASIK z.B. liegt diese Komplikationsrate unter 1%. Über Ihr individuelles Risiko wird Sie Ihr betreuender Arzt im Beratungsgespräch informieren. Voraussetzungen für die Minimierung des Risikos hängen wesentlich von der Erfahrung des durchführenden Chirurgen einerseits und von der Zuverlässigkeit des Patienten bei der Beachtung und Durchführung der postoperativen Behandlungsanweisungen andererseits ab.

Ist jedermann für eine Operation geeignet?
Unabhängig von der Art und Stärke der Fehlsichtigkeit muß jeder Patient einige Kriterien und Voraussetzungen erfüllen, damit ein optimaler Erfolg der Operation gewährleistet werden kann. Der Patient sollte mindestens 18 Jahre alt sein und die Fehlsichtigkeit sollte stabil sein. Vorliegende Augenkrankheiten wie z.B. ein Grauer oder Grüner Star müssen unbedingt mit dem Augenarzt diskutiert werden. Da bestimmte Allgemeinkrankheiten und auch Medikamente Einfluß auf die Heilung der Hornhaut haben könnten, kann das Vorliegen bestimmter Erkrankungen, wie z.B. Rheuma, gegen eine Operation sprechen. Von einer Behandlung während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte abgesehen werden. Bei Allergikern sollte die Operation besonders geplant werden und in die allergiefreie Zeit gelegt werden.

Kann Alterssichtigkeit operativ korrigiert werden?
Zur Behandlung der Alterssichtigkeit hat sich bisher kein Verfahren durchgesetzt. Es gibt jedoch verschiedene operative Ansätze, wie z.B. die Implantation multifokaler Linsen im Rahmen eines Linsenaustausches oder Monovision durch eine spezielle LASIK-Behandlung (Monovision LASIK).

Kann eine Fehlsichtigkeit bei Kindern mittels Laser korrigiert werden?
Wir raten dringend davon ab, Fehlsichtigkeiten bei Kindern mittels Augenlaser zu behandeln. Da das Wachstum des Auges erst nach der hormonellen Umstellung, also um das 20. Lebensjahr herum, abgeschlossen ist, erzielen Korrekturen vor diesem Zeitpunkt in der Regel kein stabiles Ergebnis. Es werden zum Teil zahlreiche Nachkorrekturen notwendig bei immer schwieriger werdender Ausgangssituation. Die Hornhaut kann bleibend geschädigt werden, im schlimmsten Fall ist eine Hornhauttransplantation erforderlich. Weiter…

… zur Operation und den Kosten

Ist die Operation schmerzhaft?
Durch lokal betäubende Augentropfen spüren Sie einen leichten, kurzen Druck, aber keine Schmerzen. Nach der Operation können – je nach Art des Eingriffes – Mißempfindungen bis hin zu manchmal deutlichen Schmerzen auftreten. Dem wird durch entsprechende medikamentöse Behandlung begegnet. Erfahrungsgemäß sind die Beschwerden in den ersten Stunden bis Tagen nach einer LASEK/PRK oder ICRS mäßig bis deutlich fühlbar. Nach einer LASIK / Linsenoperation sind die Patienten bereits am ersten Tag nach der Operation zumeist beschwerdefrei und können bereits deutlich besser sehen als vor dem Eingriff.

Wie lange dauert die Operation, wann bin ich wieder einsatzfähig?
Der operative Eingriff dauert nur wenige Minuten. Für die Vor- und Nachuntersuchungen sollten Sie aber etwas Zeit mitbringen. Im Beruf sind Sie bei einem LASIK-Eingriff ca. 3 Tage später wieder einsatzfähig.

Welche Kosten kommen auf mich zu? Werden diese von meiner Krankenkasse übernommen?
Alle refraktiv-chirurgischen Eingriffe sind ärztliche Privatleistungen. Dies besagt, dass die Abrechnung der erbrachten Leistungen nach den Maßgaben der jeweils gültigen GOÄ (Gebührenwerk für die Bemessung und Erstattung von ärztlichen Privatleistungen) erfolgt.
Die Operationskosten liegen, je nach Verfahren, zwischen €1.250 und €2.400 pro Auge. Vor- und Nachuntersuchungen werden separat berechnet. Die Abrechnung erfolgt nach der jeweils gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Bei Ihrem Beratungsgespräch erhalten Sie dann eine Einzelaufstellung der ärztlichen Leistungen und voraussichtlichen Kosten des bei Ihnen geplanten Eingriffs. Sie werden außerdem gebeten, eine Honorarvereinbarung zu unterschreiben.
Gesetzliche Krankenkassen
Die Refraktive Chirurgie ist von der Bundesärztekammer in den Katalog der individuell zu finanzierenden Gesundheitsleistungen (IGEL) aufgenommen worden. Dies bedeutet, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungskosten grundsätzlich nicht übernehmen und – nach den jüngsten Entscheidungen des Bundessozialgerichts – auch nicht berechtigt sind, diese zu erstatten.
Private Krankenkassen
Seitdem die LASIK als „medizinische Heilbehandlung“ eingeschätzt wurde, übernehmen private Krankenkassen immer häufiger die Kosten für die LASIK-Operation sowie für die Vor- und Nachuntersuchungen übernehmen. Bitte erkundigen Sie sich daher in jedem Fall vor der LASIK bei Ihrer Versicherung.
In der Regel ist es jedoch möglich, die Behandlungskosten als außergewöhnliche Belastung steuermindernd geltend zu machen.

… zur Nachbehandlung und zum Verhalten nach der Operation

Wie viele Nachsorge-Termine muss ich wahrnehmen?
Sie bekommen von Ihrer Klinik die Termine für Nachsorgeuntersuchungen. Je nach Verfahren handelt es sich um 4 – 6 reguläre Kontrolltermine. Nach Absprache können Sie diese teilweise bei Ihrem Haus-Augenarzt wahrnehmen. Sie bekommen von Ihrer Klinik die Termine für Nachsorgeuntersuchungen. Je nach Verfahren handelt es sich um 4 – 6 reguläre Kontrolltermine. Nach Absprache können Sie diese teilweise bei Ihrem Haus-Augenarzt wahrnehmen.

Wie ist die Behandlung nach der Operation?
Die postoperative Therapie unterscheidet sich je nach Operationsverfahren. Üblicherweise besteht sie in der Anwendung von Augentropfen über eine begrenzte Zeit. Es ist außerordentlich wichtig, dass sowohl die Kontrollzeitpunkte als auch die Anweisungen des Arztes vom Patienten exakt eingehalten werden. Wenn es dabei zu irgendwelchen Problemen kommt, muß der behandelnde Arzt unverzüglich konsultiert werden.
Eine postoperative, medikamentöse Nachbehandlung mit cortisonhaltigen Augentropfen erfordert regelmäßige Kontrollen.

Welche Aktivitäten sollte ich direkt nach der Operation vermeiden?
Körperliche Anstrengung, Sport, Solarium, Sauna und Schwimmbad sollten Sie bitte in den ersten Wochen nach der OP meiden. Ansonsten gönnen Sie sich etwas Ruhe und tun Sie einfach, was Ihnen gefällt!

Wann kann ich wieder Autofahren?
Die Teilnahme am Straßenverkehr ist wieder möglich, sobald sich ein ausreichendes Sehvermögen auf dem behandelten Auge eingestellt hat. Nach einer beidseitigen LASIK-Operation kann dies bereits am ersten oder zweiten Tag nach der Operation der Fall sein. Bei einer beiderseitigen, höhergradigen Fehlsichtigkeit, die z.B. durch ein Linsenimplantat korrigiert wird, ist das Autofahren normalerweise erst nach der Behandlung des zweiten Auges wieder möglich.

Ist nach der OP das Tragen einer Brille notwendig?
Selbst unter strengen Prüfbedingungen ist eine operative Korrektur der Fehlsichtigkeit auf exakt 0,0 Dioptrien ein eher seltenes Ereignis. Ob man nach der Operation noch eine Brille „braucht“, hängt im wesentlichen von den Anforderungen des Patientien an sein Sehvermögen ab.
Allgemein lässt sich die Frage so beantworten:
Sinn der Operation ist, den Patienten von der Notwendigkeit, eine Brille tragen zu müssen, zu befreien. So definiert sollte das unkorrigierte Sehvermögen für die Bedürfnisse des täglichen Lebens weitestgehend ausreichen. Dieses Ergebnis wird heutzutage bei fast allen Patienten erzielt. Dies schließt also auch all diejenigen geringfügigen Rest-Fehlsichtigkeiten ein, die zwar nachweisbar bleiben, für den Patienten im täglichen Leben aber keine Beeinträchtigung darstellen. Es ist jedoch möglich, dass unter besonderen Bedingungen, z.B. bei nächtlichem Autofahren, zur Verwendung einer geringfügigen, zusätzlichen Brillenkorrektur geraten wird.
Da ein ehemalig kurzsichtiger Patient durch eine solche Operation im wesentlichen „normalsichtig“ wird, benötigt er ab dem Eintritt der sog. Alterssichtigkeit (ab etwa dem 45. Lebensjahr) eine Lesebrille, wie sie jeder von Natur aus normalsichtige Mensch ab diesem Zeitpunkt benötigt. Die Alterssichtigkeit ist ein natürlicher Vorgang, der gesetzmäßig bei jedem Menschen eintritt, unabhängig davon, ob er am Auge operiert worden ist oder nicht.

Brille oder Kontaktlinsen nach der OP?
Kontaktlinsen zur Korrektur eines etwaigen Rest-Brechungsfehlers können nach allen refraktiven Operationen getragen werden. Allerdings ist bei Eingriffen an der Hornhaut durch deren veränderte Form die Anpassung technisch schwieriger und die Verträglichkeit häufig schlechter.