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0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XY Z

Grüner Star - Glaukom
Der Grüne Star, auch Glaukom, ist eine der häufigsten Erblindungsursachen in den westlichen Industrienationen. Mit Glaukom bezeichnet man eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen ein erhöhter Druck im Auge zu einer Schädigung des Sehnerven führt. Dabei ist die mit Abstand am häufigsten auftretende Form das schmerzfreie, chronisch verlaufende Offenwinkelglaukom
Im Innern des Auges wird permanent das sogenannte Kammerwasser, eine farblose Flüssigkeit, gebildet. Dieses wird durch ein schwammähnliches Gewebe, das Trabekelwerk, aus dem Auge in die Blutgefäße abgeleitet. Dadurch kann der Druck im Augeninnern konstant gehalten werden. Beim Glaukom kann das Kammerwasser nicht mehr richtig abfließen, so dass der Augeninnendruck ansteigt. Der Sehnerv, der das im Auge wie von einer Kamera eingefangene Bild an das Sehzentrum im Gehirn weiterleitet, wird durch die erhöhte Druckbelastung geschädigt. Die Folge sind Skotome, d.h. das Sehen fällt in bestimmten Bereichen des Gesichtsfelds aus. Dieser schleichende Prozess kann, wenn nicht behandelt wird, bis hin zur Erblindung führen. 
Beim Normaldruckglaukom wird der Sehnerv schon bei Augeninnendruckwerten im Normbereich geschädigt, weil die Sehnervdurchblutung schlecht ist oder der Sehnerv sehr empfindlich ist. Zu den selteneren Glaukomformen gehört auch das Winkelblockglaukom (akuter Glaukomanfall), welches sich durch heftige Schmerzen verbunden mit einer plötzlichen Sehverschlechterung äußert. Durch eine sofortige augenärztliche Behandlung kann das Augenlicht gerettet werden. Ein sogenanntes Sekundärglaukom kann z.B. im Rahmen einer schweren Augenentzündung oder auch als Folge einer Verletzung entstehen. 
Das angeborene Glaukom bei Säuglingen ist eine sehr seltene Fehlentwicklung des Augeninnern und bedarf einer operativen Therapie. 
Da das chronische Offenwinkelglaukom sich für den Patienten zunächst unmerklich entwickelt, kann es nur von einem Augenarzt frühzeitig erkannt werden. Neben der allgemeinen augenärztlichen Untersuchung erfolgt eine Augeninnendruckmessung sowie die Beurteilung des Sehnervenkopfes. Da das Glaukom mit zunehmendem Lebensalter gehäuft auftritt, sollte diese Vorsorgeuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr alle ein bis drei Jahre durchgeführt werden. Leider werden die Kosten in Höhe von 20 Euro zur Zeit in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.
Weitere Risikofaktoren für eine Glaukomerkrankung sind familiäre Belastung, höhere Kurzsichtigkeit, Diabetes, niedriger Blutdruck sowie die Einnahme von Cortison-Präparaten. Zur weiteren Diagnostik stehen der Augenärzte Gemeinschaftspraxis Ahaus einige weitere hochmoderne Untersuchungsgeräte zur Verfügung:
  • Da die ermittelten Augeninnendruckwerte maßgeblich von der Dicke der Hornhaut mit beeinflusst werden, kann es sinnvoll sein eine Pachymetrie, d.h. eine exakte Bestimmung der Hornhautdicke durchführen zu lassen.
  • Mit der Perimetrie, d.h. der Gesichtsfeldbestimmung, werden bereits vorhandene Gesichtsfeldausfälle nachgewiesen.
  • Beim HRT wird der Sehnervenkopf mit Hilfe eines Laserstrahls abgetastet und so ein Bild aufgenommen, das mit einem an das Gerät angeschlossenen Computer weiterverarbeitet wird. So ist eine exakte Analyse und Verlaufskontrolle des Sehnervenkopfes möglich. Eventuell vorhandene Nervenfaserverluste können in einem sehr frühen Stadium nachgewiesen werden.

Alle genannten Untersuchungen sind völlig schmerzfrei und ohne jedes Risiko für den Patienten.
Den meisten Glaukompatienten kann mit Augentropfen geholfen werden. Hier stehen der Augenärzte Gemeinschaftspraxis Ahaus einige verschiedene Präparate mit unterschiedlichen Wirksubstanzen zur Verfügung, die bei regelmäßiger Anwendung den Augeninnendruck zuverlässig senken. Sollte die medikamentöse Behandlung nicht zum angestrebten Ziel führen, kommen sowohl laserchirurgische als auch operative Maßnahmen im Augen-Zentrum Ahaus in Betracht. 
Für jede Therapie gilt: Sie ist umso besser je früher sie einsetzt. Denn ist durch ein Glaukom bereits eine Schädigung des Sehnerven oder eine Einbuße am Gesichtsfeld eingetreten, so ist dieser Schaden in der Regel nicht mehr rückgängig zu machen. Eine Behandlung kann nur bewahren was zu Behandlungsbeginn an Sehvermögen noch vorhanden ist.
 
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