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Gesetzliche Krankenversicherung - GKV
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist neben der Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems und Teil des Gesundheitssystems. Für einen Großteil aller Arbeitnehmer ist GKV eine verpflichtende Versicherung und zwar dann, wenn deren Einkommen in den letzten drei Jahren (bis 2010) bzw. 12 Monaten (ab 2011) nicht dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze lag. Rund 90 Prozent der Deutschen sind in den Krankenkassen der GKV versichert. Die Mitglieder sind entweder pflichtversichert, oder, wenn zum Beispiel ihr Jahreseinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt, freiwillig versichert.
Ohne Rücksicht auf Berufs- oder Betriebszugehörigkeiten kann jedes Mitglied innerhalb der GKV die Krankenkasse frei wählen. Keinem darf die Versicherungsberechtigung verweigert werden - anders als in der privaten Krankenversicherung. 
Das System der GKV basiert auf drei grundlegenden Strukturprinzipien.
Das Solidarprinzip: Mit Beiträgen, deren Höhe sich nach der Leistungsfähigkeit des Einzelnen richtet, wird die Finanzierung der GKV sichergestellt. Damit kommen die wirtschaftlich besser gestellten für die wirtschaftlich schlechter gestellten Mitglieder auf. Der Beitrag für die Krankenversicherung richtet sich nach der Lohnhöhe des Versicherten. Dabei definiert die Beitragsbemessungsgrenze einen Höchstbetrag, der vom Einkommen zu entrichten ist. Arbeitgeber und Arbeitnehmer bringen diesen Beitrag jeweils zur Hälfte (paritätisch) auf. Keinen Einfluss auf die Beitragshöhe haben Alter, Geschlecht, das gesundheitliche Risiko, die Qualität und der Umfang der Leistungen im Krankheitsfall - andes als in den privaten Krankenverscherungen. Zum solidarischen Kern der gesetzlichen Krankenversicherung gehört auch die beitragsfreie Familienversicherung.
Das Sachleistungsprinzip: Die Versicherten erhalten alle erforderlichen medizinischen und pflegerischen Leistungen in der Regel in Form von Sach- und Dienstleistungen, ohne dass sie für diese Leistungen unmittelbar bezahlen müssen.
Das Selbstverwaltungsprinzip: Im deutschen Krankenversicherungssystem regeln die Partner alle Angelegenheiten nach dem Selbstverwaltungsprinzip. D. h., während der Staat die Verantwortung für die notwendigen Ordnungs- und Leistungsbedingungen trägt, füllen Krankenkassen und Leistungserbringer diesen Rahmen in gemeinsamer Verantwortung nach Kriterien der Wirtschaftlichkeit und Qualität aus. 
 
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