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Fluoreszenzangiografie
Um Erkrankungen des Augenhintergrundes zu diagnostizieren, wird das Verfahren der Fluoreszenzangiografie verwendet.  Mit Hilfe eines Farbstoffs (z. B. Floureszein oder Indocyaningrün), wird  das Gefäßsystem der Netzhaut dargestellt. Dabei dient der Farbstoff als Kontrastmittel. Das Ärzteteam der Augen-Zentrum-Nordwest verwenden das Verfahren, um Erkrankungen der Netz- und Aderhaut abzuklären.
Fluoreszein, ein wasserlöslicher, gelb-grün fluoreszierender Farbstoff, wird in eine Armvene gespritzt und verteilt sich in allen Gefäßen, auch in den Netzhautgefäßen. Wenn anschließend das Auge mit kurzwelligem, blauem Licht beleuchtet wird, leuchtet der Farbstoff. Diese Verteilung des Farbstoffes im Auge wird mit Hilfe einer Kamera erfasst. Mit Hilfe der Fluoreszenzangiografie kann beurteilet werden, wie gut die Netzthaut durchblutet ist. Dies ist bei folgenden Erkrankungen wichtig:
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Entzündungen oder Durchblutungsstörungen der Netzhaut, z. B. aufgrund einer Thrombose
  • altersabhängige Makuladegeneration
  • Tumore

Bei normaler Beleuchtung wird die Netzhaut zunächst fotografiert. Anschließend erfolgt eine Aufnahme mit besonderen Farbfiltern, um den Kontrast der Blutgefäße zur umgebenden Netzhaut zu verbessern. Bevor in festgelegten Zeitabständen weitere Aufnahmen von der Netzhaut gemacht werden spritzt der Arzt den Farbstoff in die Vene. Unter anderem werden auch die Zeit zwischen dem Spritzen des Farbstoffes und dessen Sichtbarwerden in den Gefäßen der Netzhaut sowie die Verteilung des Farbstoffes in den Gefäßen festgehalten. Die Bilder zeigen den Verlauf der Netzhautgefäße und eventuelle Gefäßveränderungen sehr deutlich.  
Seit rund 30 Jahren gibt es diese Untersuchungsmethode. Sie ist eines der wichtigsten Hilfsmittel in der Beurteilung der Netzhaut geworden. Mit der Fluoreszenzangiografie kann die Durchblutung des Augenhintergrundes genau erfasst werden und damit kann auch eine relativ genaue Gewebsbestimmung erfolgen. Zur Beurteilung von Makulopathien und der Diabetischen Retinopathie ist die Fluoreszenzangiografie sogar eine zwingend notwendige Untersuchung, da nur mit dieser eine genaue Diagnose möglich ist. 
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