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Enukleation
Enukleation beschreibt die Entfernung des Augapfels, aber die umgebenden Strukturen innerhalb der Augenhöhle werden zum größten Teil belassen. Die Entfernung des gesamten Organs kann bei schweren Schäden des Auges notwendig werden. Die Enukleation kann die Ausbreitung der Schäden verhindern und kann den Patienten von Schmerzen befreien.
Zur Enukleation wird die Bindehaut vom Hornhautrand abgetrennt. Die Augenmuskeln und der Sehnerv werden abgeschnitten. Der Augapfel wird dann herausgezogen. Um die entstandene Höhle aufzufüllen, können die Muskelstümpfe in der Augenhöhle vernäht werden und Material eingebracht werden. Verwendet werden kann unter anderem Gewebe aus dem eigenen Körper oder Kunststoff. Die Bindehaut wird dann vernäht.
Ein Kunstauge (Augenprothese) kann angefertigt werden, um zumindest einen kosmetischen Ersatz für das entfernte Auge zu bieten. Augenprothesen werden in speziellen Instituten von so genannten Augenkünstlern (Ocularisten, Augenprothetiker) angefertigt. Das schalenförmige Ersatzauge wird in Handarbeit so hergestellt, dass es möglichst gut die Farbe und Größe des Partnerauges nachahmt. Für den Laien ist im alltäglichen Leben das Kunstauge oft gar nicht als Augenersatz zu erkennen. 
Vor der Entfernung des Auges werden umfangreiche augenärztliche Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehören Sehtest und Betrachtung des Augenvorderabschnittes sowie des Augenhintergrundes. Ultraschall, Computertomographie (CT) oder andere bildgebende Verfahren komplettieren den Untersuchungsgang. Für den  unwiederbringlichen Eingriff wird dem Betroffenen eine genügend lange Bedenkzeit gelassen. Bei besonders schweren Verletzungen wird das Auge manchmal aber auch direkt in einer Notoperation entfernt. Der Eingriff erfolgt meist in Vollnarkose
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