Überschrift

Glossar


0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XY Z

Endophthalmitis
Als Endophthalmitis bezeichnet man die Entzündung des Augeninneren infolge einer Infektion mit Mikroorganismen. Diese Entzündung wird durch Bakterien, Pilze, Parasiten oder Viren ausgelöst.
Man unterscheidet zwei Infektionswege:
  • Exogene Endopththalmitis: Bei direkter Verletzung des Auges (Eindringen von Keimen), postoperativ (z. B. nach Katarakt (Grauer Star) Operation) oder Enopthalmitis per continuitatem (schwere Infektion der Hornhaut (Cornea) mit Ausbreitung ins Augeninnere)
  • Endogene Endopthamlitis: Bei hämatogener Verschleppung von Keimen von anderen Organen ins Auge (bei Sepsis), v. a. bei Patienten mit Immunschwäche (z. B. AIDS, Transplantationen, Zytostatika, etc.).

Bei der Endophthalmitis kommt es zu starken, meist dumpfen Schmerzen im Auge und einer massiven Sehverschlechterung mit Photophobie. Zu den weiteren Symptomen zählen:
  • Schwellung der Augenlider (Lidödem)
  • konjunktivale Hyperämie
  • Chemosis
  • Hornhautschwellung
  • diffuse Trübung des Kammerwassers (Tyndall-Phänomen)
  • Eiter in der Augenvorderkammer (Hypopyon)
  • Leukokorie
  • Glaskörperinfiltration bzw. -trübung

Im Gegensatz zur Panophthalmitis sind bei der Endophtalmitis nur die Innenräume des Auges, nicht aber die Augenhülle betroffen. Die Endophthalmitis hat eine ungünstige Prognose und kann zum Verlust des betroffenen Auges führen.
 
« Endolaser     Endothel »