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0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XY Z

Diabetische Retinopathie
Die Diabetische Retinopathie ist eine Erkrankung der Netzhaut des Auges, die als Folgeschaden oder Begleiterscheinung von Diabetes auftritt. Diabetiker leiden in der Regel unter Durchblutungsstörungen, die auf Dauer die Blutgefäße verändern und sogar zerstören können. Diese Veränderung der Blutgefäße in der Netzhaut beeinträchtigen die Sehschärfe und -fähigkeit, sie schränkt das Gesichtsfeld ein und im schlimmsten Fall kann es zur Erblindung führen. Die Ursachen für diese Erkrankung sind stark erhöhte Blutzuckerwerte sowie zu hoher Blutdruck und/ oder zu hohe Blutcholesterinwerte. Es wird zwischen einer leichten und einer schweren Form von diabetischer Retinopathie unterschieden.
Bei der leichteren Art, der so genannten nicht-proliferativen Retinopathie, wird die innerste Schicht der kleinen Blutgefäße in der Netzhaut beschädigt und verändert, so dass es zu Durchblutungsstörungen und zu Gefäßausbuchtungen kommen kann, die Gefäße platzen und die Folge sind Blutungen in der Netzhaut. Flüssigkeit, Eiweiße und Fette gelangen auf diese Weise in die Netzhaut und lagern sich dort ab. Eine erhebliche Beeinträchtigung der Sehschärfe ist die Folge.
Das nächste Stadium dieser Erkrankung ist dann die sogenannte proliferative Retinopathie. Zwar entstehen neue Blutgefäße, die bis ins Innerste des Auges, dem Glaskörper, hineinwachsen können, aber die Gefäßwände dieser Blutgefäße sind äußerst dünn und brüchig. Das birgt die Gefahr, dass bei plötzlichem Bluthochdruck die Blutgefäße platzen und somit Blut in den Glaskörper des Auges dringt. Das Sehvermögen verschlechtert sich und die Sehschärfe nimmt stark ab. Eine noch schlimmere Folge ist eine Netzhautablösung, in Folge der Vernarbung der Gefäße im Glaskörper. Erblindung und schlimmstenfalls der Verlust des Auges wären die Folgen.
Die diabetische Makulopathie ist eine weitere und die schlimmste Variante der diabetischen Retinopathie. Bei dieser Form ist vor allem die Netzhautmitte, dem Ort des schärfsten Sehens, betroffen. Im Falle einer Erkrankung können Sehzellen zerstört werden, was bei nicht sofortiger Behandlung zur Erblindung führt.
Nicht selten merkt der Betreffende nichts von der diabetischen Retinopathie. Der Krankheitsverlauf ist schleichend und schmerzlos. Erst im fortgeschrittenen Stadium suchen die Betroffenen einen Arzt auf. Doch wenn diese Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt wird, kann auch dieser zur Erhaltung des Augenlichts nicht mehr viel tun. Deswegen ist eine regelmäßige Kontrolluntersuchung, gerade bei Diabetikern, unbedingt ratsam. Das Ärzteteam der Augenärzte Gemeinschaftspraxis Ahaus bietet dafür spezielle Diabetes-Sprechstunden an. Wenn Sie möchten, können Sie telefonisch einen Termin mit der Augenpraxis in Ahaus, Gronau oder Lingen vereinbaren. 
Eine Heilung der diabetischen Netzhaut-Erkrankung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dennoch lässt sich oftmals durch verschiedene Behandlungsmaßnahmen eine Besserung der Gefäßschäden oder doch zumindest ein Stillstand der Erkrankung erreichen. Der Patient selbst kann entscheidend zu einem günstigen Verlauf seiner Erkrankung beitragen: durch ständige Körpergewichtskontrolle, Verzicht auf Nikotin- und übermäßigen Alkoholgenuß und Einhalten der Diät-Empfehlungen. Die exakte Einstellung der Blutzuckerwerte ist eine Grundvoraussetzung zum Schutz gegen die Folgen der diabetischen Retinopathie. 
Wenn Netzhautveränderungen und eine Verschlechterung des Augenhintergrund-Befundes bereits vom Augenarzt festgestellt worden sind,  kann mit einer Laser-Behandlung in vielen Fällen das Fortschreiten der Auswirkung auf die Sehleistung verlangsamt oder gar zum Stillstand gebracht werden. Bei der Laser-Therapie — auch Laser-Koagulation oder Photo-Koagulation genannt — werden gezielte Lichtstrahlen auf die geschädigte Netzhaut gerichtet, die krankhafte Blutgefäß-Wucherung zerstören. So wird unter anderem auch die Bildung weiterer Gefäßveränderungen unterdrückt. Diese Behandlungen sind nahezu schmerzlos und müssen je nach Stadium der Erkrankung wiederholt werden. Ob diese Therapie stationär oder ambulant erfolgt, entscheidet das Ärzteteam der Augenpraxis Ahaus von Fall zu Fall.  
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