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Augenmuskelchirurgie
Augenmuskelchirurgie sind operative Maßnahmen an den Augenmuskeln. Die Augenmuskeln sind für die Beweglichkeit des Augapfels zuständig. Mit ihrer Hilfe kann der Augapfel bewusst in viele verschiedene Richtungen gedreht werden. Dabei arbeiten die Muskeln so genau, dass sie das Bild des rechten Auges und das Bild des linken Auges exakt übereinanderlegen. Nur so ist räumliches Sehen möglich. Auch beim Wechsel von Nah- auf Fernsehen, der Akkommodation, sind die Augenmuskeln beteiligt. 
Es gibt sechs verschiedene Augenmuskeln:
  • Oberer gerader Augenmuskel = M. rectus superior
  • Unterer gerader Augenmuskel = M. rectus inferior
  • Äußerer gerader Augenmuskel = M. rectus lateralis
  • Innerer gerader Augenmuskel = M. rectus medialis
  • Oberer schräger Augenmuskel = M. obliquus superior
  • Unterer schräger Augenmuskel = M. obliquus inferior

Wenn sie erkranken, kann das ihre millimetergenaue Feinabstimmung stören, dann gefriert der Blick und das räumliche Sehen zerfällt in Doppelbilder. Schwellungen und Lähmungen schränken zudem die Beweglichkeit ein. Und schielende Augenbewegungen oder hervorquellende Augen (Exophtalmus) sind außerdem ein ästhetisches Problem.
Deshalb ist die Schieloperation eine Form der Augenmuskelchirurgie. Bei der Schieloperation wird der Schielwinkel des erkrankten Auges chirurgisch korrigiert, bis die Augenachse parallel zum gesunden Auge gerichtet ist. Zu stark ziehende Augenmuskeln werden am Augapfel zurückgelagert, zu schwache Muskeln gestrafft. Dazu muss das Auge weder herausgenommen noch aufgeschnitten werden. Lediglich die leicht heilende Bindehaut des Auges wird aufgeschnitten, um an die Muskeln zu gelangen.
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