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Amnionmembran (AM)
Die Amnionmembran (AM) bildet die innerste, dem Fetus zugewandte Schicht der Plazenta. Ihr Aufbau ist durch ein gefäßloses Stroma, eine relativ dicke Basalmembran und ein einschichtiges Epithel gekennzeichnet. Die Amnionmembran kann in der Augenheilkunde bei Transplantationen verwendet werden. Nach der Zustimmung der Spenderin und Ausschluss von allgemeinen Infektionserregern wird die Amnionmembran unter sterilen Bedingungen in die Hornhautbank freigegeben. Dort wird sie bis zur klinischen Verwendung mittels eines bestimmten Mediums bei - 80° C konserviert.
Erstmals nutzte De Rotth im Jahre 1940 die Amnionmembran in der Augenheilkunde. Sie wurde mit Chorion zur Behandlung von Narben der Bindehaut verwendete, aber nur mit mäßigem Erfolg. 1946/ 47 verwendeten Sorsby und seine Mitarbeiter getrocknete und chemisch aufgearbeitete Amnionmembran zur Behandlung von akuten Verätzungen. Im Jahr 1995 wird die Gefrierkonservierung der Amnionmembran mittels eines speziellen Mediums durch Kim und Tseng eingeführt. Diese neue Art der Konservierung ermöglichte erstmals den Erhalt der biologischen Eigenschaften der Amnionmembran. Seit dem gibt es zahlreiche Publikationen zur Amnionmembrantransplantation und dessen Anwendung in der Augenheilkunde.
 
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