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31.01.12
Das Augen-Zentrum-Nordwest informiert zur Glaukom-Vorsorge
 Messung des Augeninnendruckes  Beurteilung des Sehnerven
Eine neu in das Web gestellte Seite (www.iGel-monitor.de) führt zur Verunsicherung von Patienten. Bei den auf dieser Website dargestellten IGel-Leistungen wird auch der Sinn und Nutzen der Messung des Augeninnendrucks zur Früherkennung eines Glaukoms hinterfragt. Anmerkung: Das Glaukom stellt in der westlichen Welt die zweithäufigste Hauptursache für Erblindung dar und kann, wenn es früh erkannt wird, in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden.
Hierzu bietet der Augenarzt eine Untersuchung an, das sogenannte Glaukomscreening. Diese besteht aus einer Augeninnendruckmessung und gleichzeitiger Beurteilung des Sehnervenkopfes. Die neue in das Web gestellte Seite meint, dass diese Vorsorgeleistung unsinnig sei. "Leider ist von den Verfassern dieser Seite die Untersuchung beim Augenarzt nicht richtig wiedergegeben worden", so Dr. Olaf Cartsburg vom Augen-Zentrum-Nordwest, " Auf der Website wird nicht das Glaukomscreening, das jeder Augenarzt anbietet und das aus der Kombination von Sehnvervenkopfbeurteilung (=Papillenbeurteilung) und Augeninnendruckmessung besteht, besprochen, sondern allein nur die Augeninnendruckmessung". Die isolierte Augeninnendruckmessung (=Tonometrie) wird von keinem Augenarzt angeboten, sondern von den Augenärzten sogar als Kunstfehler bezeichnet.
Die isolierte Tonometrie, d.h. ohne Beurteilung des Sehnervenkopfes, bieten nur z.B. Arbeitsmediziner oder Optiker an. "Wir Augenärzte würden uns sogar freuen", so Dr. Stefanie Schmickler vom Augen-Zentrum-Nordwest, "wenn es uns durch die Fehldarstellung dieser Website gelingt, das qualitativ hochwertige und aussagekräftige Glaukom-Screening beim Augenarzt bekannter zu machen!"
Nur bei der augenärztlichen Untersuchung, bestehend aus Messung und Beurteilung des Sehnervenkopfes, kann das Glaukom erkannt werden kann, was Optiker und Arbeitsmediziner nicht durchführen können: "Augen auf zum Augenarzt"!
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