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Neue Verfahren bei Trockenem Auge

Augen-Zentrum-Nordwest setzt auf TearScience® zur Diagnose und Therapie von Tränenfilmstörungen bei Meibomdrüsen-Dysfunktion (MDD)

Rund jeder Achte Deutsche leidet unter dem Trockenen Auge, der heute wohl häufigsten Augenerkrankung. Dabei ist der mehrschichtige Tränenfilm so stark gestört, dass richtige Trockenstellen auf dem Auge entstehen. Die Folge sind die typischen Beschwerden des Trockenen Auges – Brennen, Kratzen, Sandkorngefühl und reflektorisch sogar ein vermehrtes Tränen. Um Patienten künftig besser helfen zu können, setzt das Augen-Zentrum-Nordwest jetzt auf ein Diagnose- und Therapieverfahren von TearScience®  bei Meibomdrüsen-Funktionsstörungen.

Bei circa 86 Prozent der vom Trockenen Auge betroffenen Menschen ist ein Defekt in der Fettschicht der Auslöser für die Augenbeschwerden. Die Lipidschicht ist eine extrem dünne Fettschicht, bestehend aus Lipiden der Meibomdrüsen. Sie schützt die darunter liegende Tränenflüssigkeit vor zu schneller Verdunstung. Sind die Meibomdrüsen verstopft, entsteht im Tränenfilm ein Lipidmangel – die Tränenflüssigkeit verdunstet zu schnell, das Auge trocknet aus.

  • Diagnose mit TearScience®

    Durch hochmoderne Technologie kann die Struktur und Funktion der Meibom-Drüse sehr genau analysiert werden. Das TearScience®-System mit dem Namen LipiView® nutzt zwei neuartige Bildaufnahme-Technologien, um die Struktur und die Funktion der Meibomdrüsen beurteilen zu können.

    Digitale Aufnahmen des Tränenfilms liefert das LipiView® in weniger
    als fünf Minuten, während über 18 Millionen Datenpunkte pro Auge verarbeitet werden. Das LipiView® erlaubt außerdem eine dynamische Beurteilung des Tränenfilms. Die Lipidschichtdicke wird präzise in einem Bereich von 100 nm bestimmt. Darüber hinaus kann per Videoaufnahme die Frequenz und Qualität
    des Lidschlages analysiert werden.

    Diese Aufnahmen erzeugen jeweils ein unabhängiges Bild der Drüsen. Die Ergebnisse können dann separat oder kombiniert dargestellt werden, um so eine genauere Visualisierung der Meibomdrüsen-Struktur zu ermöglichen und bei Bedarf einen konkreten Handlungsplan für den Patienten zu erarbeiten.

Therapie mit TearScience®

Mit dem LipiFlow®-System steht dem Augen-Zentrum-Nordwest eine Methode
zur Verfügung, die Meibomdrüsen reaktivieren kann. Dabei werden die
die Augenlider von innen – direkt an den Meibomdrüsen – erwärmt. Gleichzeitig wird die Außenseite sanft massiert. So werden verdickte Sekrete verflüssigt und die Ausführgänge von Verstopfungen befreit. Das Ergebnis der 12-minütigen ambulanten Behandlung: eine signifikante und lange anhaltende Reduzierung der Symptomatik, verbunden mit einer Normalisierung der Drüsenfunktion und Sekretqualität. Die Behandlung kann nach 9 bis 12 Monaten wiederholt werden.

Haben Sie weitere Fragen zur Therapie und Diagnose mit dem mit TearScience®-System?  Sprechen Sie unser Ärzteteam jederzeit an!