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Die Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)

  • Um die Netzhaut beurteilen zu können, wird vor der Untersuchung die Pupille mit Augentropfen weit gestellt.

Viele Menschen denken, dass Verschlechterung der Sehkraft und Erblindung eine unausweichliche Folge des Älterwerdens sind und dass diese Entwicklung nicht behandelbar ist. Die häufigste Ursache der Blindheit bei älteren Personen in Deutschland ist die so genannte altersabhängige Makuladegeneration (AMD).
Diese Erkrankung betrifft die Netzhaut im hinteren Teil des Auges und geht mit dem Auftreten von Ablagerungen und neuen Blutgefäßen in der Netzhaut einher. Die wichtigsten Symptome sind das frisch aufgetretene Wahrnehmen von welligen Linien oder verbogene Konturen von Gegenständen, dunkle Flecken oder verschwommenes Sehen. Die Diagnose der AMD wird durch eine ausführliche Augenuntersuchung gestellt. Dabei werden die Pupillen mit Tropfen weit gestellt, um die ganze Netzhaut zu untersuchen. Der nächste Schritt ist eine Farbstoffuntersuchung (Angiographie) und OCT, welche die Blutgefäße der Augen darstellt und eine genauere Diagnose erlaubt, die als Basis für die Therapie dient.

Diese das Augenlicht bedrohende Erkrankung kann mit moderner Technik behandelt werden und zwar je früher desto besser!
Das Medikament wird durch eine kurze schmerzlose Operation in das Auge eingebracht (intravitreale operative Medikamenteneingabe). Die frühe Behandlung spielt eine entscheidende Rolle! Längeres Abwarten seitens des Patienten erlaubt der Krankheit, sich weiter auszudehnen und führt am Ende zu einer schlechteren Sehkraft.
Wir sind gut ausgerüstet und erfahren beim Diagnostizieren und Behandeln der von dieser ernsthaften Netzhauterkrankung betroffenen Menschen.

Neben der feuchten altersbedingten Maculadegeneration gibt es einige Erkrankungen des Auges, die auch mit einer intravitrealen Medikamenteingabe (IVOM) behandelt werden können, um eine Verbesserung der Sehschärfe zu erzielen. Um eine genauere Diagnostik und Darstellung des Befundes zu erreichen, bieten wir auch allen gesetzlich versicherten Patienten neben der herkömmlichen Fluoreszenzangiographie ein OCT an. Diese Untersuchung gehört zu den IGeL-Leistungen und kostet erstmalig ca. 95 Euro beim gesetzlich versicherten Patienten. (Bei einigen Verträgen wird das OCT über die Krankenkasse abgerechnet - Siehe zweite Tabelle)

Bei den Nachkontrollen der IVOM´s ist eine erneute OCT-Darstellung hilfreich, um besser einschätzen zu können, ob eine weitere Therapie erforderlich ist. Um den Kostenaufwand möglichst gering zu halten, bieten wir die Kontroll-OCT-Untersuchung für unsere Patienten mit 55 Euro an.

Die folgende Tabelle gibt eine grobe Übersicht der Erkrankungen und deren Medikamenteneinsatz. Außerdem beinhaltet diese Tabelle, mit welchen Krankenkassen wir, vom  Augen-Zentrum-Nordwest, Verträge abgeschlossen haben, um unseren Patienten möglichst unkompliziert die IVOM-Therapien anbieten zu können:

Übersicht über die Abrechnung der intravitrealen operativen Medikamenteneingabe im Augen-Zentrum-Nordwest (Stand: 07.08.2013)

Diagnose Medikament Vertrag bei folgenden Krankenkassen Genehmigungspflicht bei der Krankenkasse, dann je nach Entscheidung Kassenleitung Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)
Feuchte Alterbedingte Macula-Degeneration Lucentis, Avastin, Macugen, Eylea bzw Aflibercept Alle Krankenkassen, außer  IKK-Niedersachsen, LKK-Niedersachsen und BKK nach Liste Je nach Bescheid der Krankenkasse ggf. Eigenanteil für Patient Ja, wenn Befund außerhalb des Vertrags (z.B. Visus unter 0,05)
Diabetisches Maculaödem Lucentis oder Avastin (bei Krankenkasse mit Vertrag)

*Primärkassen (BKK je nach Lister der KV)
Barmer / GEK
DAK

Alle Krankenkassen, die nicht dem Vertrag angehören (je nach Bescheid der Krankenkasse, ggf. Eigenanteil für Patient) Ja, wenn Befund außerhalb des Vertrags (z.B. Visus unter 0,05)
Gefäßverschlüsse (Venenastverschluss, Zentralvenenverschluss) Lucentis, Avastin oder Ozurdex *Primärkassen (BKK je nach Lister der KV)
Barmer / GEK
DAK
Alle Krankenkassen, die nicht dem Vertrag angehören (je nach Bescheid der Krankenkasse, ggf. Eigenanteil für Patient) Ja, wenn Befund außerhalb des Vertrags (z.B. Visus unter 0,05)
Nicht infektiöse Uveitis Ozurdex Barmer / GEK Je nach Bescheid der Krankenkasse ggf. Eigenanteil für Patient Ja, wenn Befund außerhalb des Vertrags (z.B. Visus unter 0,05)
Irvine Gass-Syndrom Vorzugsweise Avastin wg. der geringeren Kosten Kein Vertrag Versuch Antrag an die Krankenkasse (Einzelfall-Entscheidung) Ja
Myope feuchte Macula-Degeneration Vorzugsweise Avastin wg. der geringeren Kosten Kein Vertrag Versuch Antrag an die Krankenkasse (Einzelfall-Entscheidung) Ja

OCT über Krankenkasse (Auch bei Verlaufskontrollen)

Diagnose Vertrag bei folgenden Krankenkassen
Feuchte Alterbedingte Macula-Degeneration *Primärkassen
Barmer / GEK
DAK
Diabetisches Maculaödem

Bamer / GEK
DAK

Gefäßverschlüsse (Venenastverschluss, Zentralvenenverschluss) Barmer / GEK
DAK
Nicht infektiöse Uveitis Barmer / GEK
Irvine Gass-Syndrom IGeL
Myope feuchte Macula-Degeneration IGeL

* Primärkassen

  • AOK
  • BKK
  • IKK
  • LKK
  • BIG direkt
  • Knappschaft
  • Postbeamten-KK
  • Bundeswehr
  • Bundespolizei
  • Sozialamt

 

Gültigkeitsbereich: Westfalen-Lippe
Stand: 07.08.2013