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24.09.2014

Wenn Dinge ins Auge gehen

Der Schreck für die kleine Merle aus Ahaus war groß: eine unbedachte Bewegung und der Reißverschluss ihres Pullovers hatte sich im Augenlid und den Wimpern verfangen. So trickreich, dass selbst Merles Mutter diesen nicht lösen konnte. Als Notfall wurde Merle deshalb im Augen-Zentrum-Nordwest betreut. Unter Narkose wurde die kleine Patientin operativ versorgt und der Reißverschluss wurde unter dem Mikroskop aus den Wimpern und dem Augenlid entfernt.

Oft sind es die Gegenstände des Alltags, die bei Kindern solche Verletzungen auslösen, betont Dr. Stefanie Schmickler. Der Reißverschluss des Pullis sei dabei nur ein Beispiel unter vielen. Auch beim Spielen oder Sport gelangen unterschiedlichste Gegenstände oft in das Auge. Außerdem seien Verätzungen bei Kindern nicht selten. Wenn ein Kind eine solche Augenverletzung habe, könne das schwerwiegende Folgen haben, so die Augenmedizinerin.

Dr. Stefanie Schmickler rät deshalb, vorzubeugen und im Notfall schnell und besonnen zu reagieren. „Bei Verätzungen ist es wichtig, das Auge schnellstmöglich mit viel Leitungswasser auszuwaschen , bevor man sich auf den Weg zum Augenarzt macht.“ 

Merles Mutter hat schnell gehandelt: Sie brachte ihre Tochter nach telefonischer Rücksprache direkt zum Augen-Zentrum-Nordwest in Ahaus. Nach der Operation im OP-Zentrum am St. Marien-Krankenhaus konnte Merle mittags wieder nach Hause –  ausgezeichnet mit der Tapferkeitsurkunde.