Überschrift

12.01.2018

Gutes Sehen kann man lernen

Sehschule im Augen-Zentrum-Nordwest deckt Fehlsichtigkeiten auf und verhilft zu besserer Sicht

Besonders die ersten zwei Lebensjahre stellen die Weichen für eine gute Sicht als Erwachsener. Denn werden störende Faktoren wie Fehlsichtigkeit, leichtes Schielen oder der Graue Star bei Kindern frühzeitig erkannt, kann sofort gegengesteuert werden und es stellen sich schnell sichtbare Erfolge ein. Bleiben Sehstörungen hingegen unbehandelt, können diese zu einer dauerhaften Sehschwäche (Amblyopie) führen. 

Vorsorge ist deshalb besonders wichtig. Wir empfehlen, Kinder bis zum zweiten Lebensjahr –bei familiärer Vorbelastung auch schon früher– durch eine Orthoptistin in einer Sehschule untersuchen zu lassen. Die Fachkräfte untersuchen den Nachwuchs spielerisch, sodass Fehlsichtigkeiten bereits bei Kleinkindern aufgedeckt werden können. Gemeinsam mit den Ärzten unseres Teams werden anschließend gezielte therapeutische Maßnahmen wie zum Beispiel eine Brille, eine Abklebebehandlung mit einem Pflaster oder auch eine Operation besprochen.

Spielerisch trainieren mit der „App auf Rezept“

Rund fünf Prozent aller Kinder leiden unter der sogenannten Amblyopie. Das ist eine funktionelle Sehschwäche, bei der das Auge und Gehirn nicht reibungslos zusammenarbeiten. Bleibt diese unbehandelt, ist sie im Erwachsenenalter nicht mehr zu korrigieren. Steht die Diagnose Amblyopie fest, kommt in der Regel die sogenannte Okklusionstherapie zum Einsatz: Das bessere Auge wird abgeklebt, so dass das Sehen mit dem schlechteren Auge trainiert wird. Oft ist es aber nicht ganz einfach, Kinder von der Notwendigkeit des Pflasters zu überzeugen: Eine smarte Software für iPad und co. gibt deshalb einen Anreiz, das Pflaster auch regelmäßig zu tragen und so die medizinische Betreuung optimal zu ergänzen. Das schwache Auge wird damit regelmäßig und ganz spielerisch trainiert, die Ärzte haben Zugriff auf die Daten und können auch aus der Ferne zwischen den Behandlungsterminen den Trainingserfolg sehen.

Tipps für Eltern
•    Lassen Sie ihr Kind bis zum zweiten Lebensjahr auf Fehlsichtigkeiten untersuchen
•    Liegen familiäre Vorbelastungen vor? Dann empfehlen wir einen früheren Termin zur Vorsorgeuntersuchung
•    Prüfen Sie regelmäßig, ob bei ihrem Kleinkind folgende Symptome vorliegen:  

Im Kindergarten:
•    Blinzeln
•    Kribbeln
•    Kneifen
•    Schielen
•    Augenzittern
•    Schiefhalten des Kopfes

In der Schule:
•    Kopf/Augenschmerzen
•    Geringer Leseabstand
•    Leseunlust
•    Schlechtes Ausschneiden
•    Verrutschen in den Zeilen
•    Leseprobleme
•    Schlechte Konzentration
•    Ermüdung

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Terminvereinbarung finden Sie hier (Link).