Überschrift

31.05.2016

EBS Therapie für Patienten mit Gesichtsfeldausfall

Neuartige Stimulationstherapie kann Sehleistung bei Glaukom verbessern

Das Augen-Zentrum-Nordwest bietet als erste Praxis im Münsterland seinen Patienten die Behandlung von Gesichtsfeldausfällen mit der neuartigen EBS Therapie an. Ziel der nicht-invasiven Methode ist es, das Sehvermögen durch Stimulierung  des Sehnervs mit Hilfe schwacher Stromimpulse zu verbessern.


Das Glaukom (Grüner Star) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit. Zu den Symptomen zählen Gesichtsfeldausfälle, die sich in blinden Flecken, schwarzen Punkten oder einer verschwommenen Sicht äußern können. Die betroffenen Patienten erhalten in den meisten Fällen Medikamente oder werden operiert, um den Augeninnendruck zu senken und ein weiteres Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten. Diese Behandlungsansätze zielen jedoch nicht darauf ab, verloren gegangenes Sehvermögen teilweise wiederherzustellen. Anders die neuartige EBS Therapie, ein nicht-invasives und individuell auf den Patienten abgestimmtes Stimulationsverfahren, das ab sofort auch Patienten aus dem Münsterland im Augen-Zentrum-Nordwest, mit Hauptsitz in Ahaus, zur Verfügung steht.


Schutz und Regeneration von geschädigten Nervenzellen
Die EBS Therapie basiert auf der Erkenntnis, dass bei einer Schädigung des Sehnervs das Gewebe nicht immer vollständig zerstört wird. Viele Zellen überleben das Trauma, sind aber in ihrer Funktion gestört. Hier setzt die EBS Therapie mit einer zweifachen Wirkung an: Zunächst verhindert ein Schutzeffekt, dass weitere Nervenzellen untergehen. Der wissenschaftliche Begriff dafür ist Neuroprotektion. Dieser Schutzeffekt bildet außerdem die Basis für den zweiten Wirkansatz, die Neuroregeneration. Durch die gezielten rhythmischen Stromreize wird der Stoffwechsel der Nervenzellen angeregt, was sie vor weiterer Degeneration schützt und die Wiederherstellung von Nervengewebe fördert.

 „Als eine der größten augenmedizinischen Einrichtungen Deutschlands decken wir das gesamte Spektrum der Augenheilkunde ab. Dabei legen wir großen Wert darauf, unsere Patienten stets nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und auf dem neuesten technischen Stand zu versorgen. Deshalb freuen wir uns sehr, ab sofort die EBS Therapie anbieten zu können, mit der wir jetzt auch Patienten eine Behandlungsoption anbieten können, die bisher als austherapiert galten“, sagt Dr. Stefanie Schmickler, Geschäftsführerin und Augenärztin im Augen-Zentrum-Nordwest. Die Therapie ist schmerzfrei, risikoarm und hat sich in klinischen Studien bewährt*.


Wie funktioniert die EBS Therapie?
Das System besteht aus verschiedenen Komponenten, zu denen ein elektrischer Stimulator und ein EEG-Gerät gehören. Mittels einer speziellen Brille erhält der Patient Wechselstromimpulse, die individuell auf ihn abgestimmt sind. Dabei trägt er eine EEG-Kappe, die seine Hirnströme misst und an einen Monitor weiterleitet. Von dort kontrolliert der Therapeut den korrekten Ablauf und den Fortschritt der Behandlung. Die Therapie umfasst zehn Sitzungen, die an zehn aufeinanderfolgenden Arbeitstagen durchgeführt werden. Jede Anwendung dauert inklusive Vorbereitung 70-90 Minuten.


Informationsseite für Patienten: www.ebs-therapie.de


* Ellrich J, Pommerening U, Wundrich I: Transorbital Electrical Stimulation Improves Vision in Patients with Optic Neuropathies. Neuromodulation 19: e10, 2016.